Welcome to the Freelance Era.

Ich bin bereit, als Freelancer durchzustarten. Was jetzt?

Von der Idee bis zum Business-Start

Den Papierkram richtig erledigen

Juhu! Du bist bereit für den Einstieg in die Freiberuflichkeit! Aber das kann doch nicht nur aus einfachem Rechnungsschreiben bestehen, oder?

Naja, je nachdem, wo du wohnst, kann es tatsächlich so einfach sein.

Wo habe ich meinen Steuersitz?

In der Regel hängt das davon ab, in welchem Land du dich in diesem Jahr für mehr als 180 Tage aufgehalten hast. Für die digitalen Nomaden des neuen Zeitalters kann es schwierig sein, diese Frage zu beantworten. Wenn du aber eine Aufenthaltserlaubnis für ein bestimmtes Land hast, ist höchstwahrscheinlich dort auch dein Steuerwohnsitz. Das bedeutet, dass du von diesem Land aus deine freiberufliche Tätigkeit aufbauen musst. Solltest du dir immer noch nicht sicher sein, wo du dich als Steueransässige*r registrieren lassen kannst, wendest du dich am besten an einen Steuerberater. 

Wenn du von Anfang an deine administrativen und steuerlichen Anforderungen im Auge behältst, wird es dich später weniger überfordern, wenn du einmal überprüft werden solltest oder eine außergewöhnliche Situation auf dich zukommt (wir sagen nur: Corona).

Einen Steuerberater oder Buchhalter zu haben, den du im Zweifelsfall anrufen kannst und der Erfahrungen mit Leuten hat, die sich in der gleichen Situation befinden wie du, kann dir viel Zeit und Kopfzerbrechen ersparen und ist seine Kosten in 99 % der Fälle wert.

Lohnt sich ein Steuerberater wirklich?

Ja. Wichtig dabei ist es allerdings, den Richtigen zu finden und nicht den Erstbesten zu nehmen, der einen über den Weg läuft. Davon können dir viele Freelancer ein Lied singen, die in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit dem falschen Berater oder Buchhalter gemacht haben. Sobald du aber den passenden Berater für dich gefunden hast, kann dieser zu einem wichtigen Partner werden, der dein Business mit wichtigen Erfahrungswerten voran bringt.

Vergiss deine Steuervorauszahlungen nicht

Ein beliebtes System der Steuerbehörden sind Vorauszahlungen für Unternehmen und Freiberufler. Dies bedeutet in der Regel, dass du nach dem ersten Jahr deiner Geschäftstätigkeit damit beginnen musst, vierteljährliche Steuervorauszahlungen auf der Grundlage deiner letztjährigen Einkünfte zu leisten. Alles, was zu viel bezahlt wurde, wird dir zurückerstattet, sobald deine Steuern für dieses Jahr eingereicht wurden.

Das erste Handelsjahr ist das schwierigste – die Zahlung der Steuern des vergangenen Jahres zusammen mit den ersten Vorauszahlungen für dieses Jahr kann deinen Cashflow wirklich belasten. Aber es wird besser.

Deutsche Bürokratie

Wenn du dich als Freelancer in Deutschland niederlassen möchtest, kann das ein ganz schöner Prozess sein. Aber wie das mit den meisten bürokratischen Angelegenheiten in Deutschland so ist: Solange du dich an die Regeln hältst und du deine Dokumente ordnungsgemäß vorbereitest, sollte die Genehmigung kein Problem sein.

Solltest du einen deutschen Wohnsitz, eine Versicherung und eine Aufenthaltsgenehmigung für Deutschland besitzen, kannst du damit beginnen, ein Geschäftsbankkonto zu eröffnen, dich beim Finanzamt anzumelden, die freiberufliche Steuernummer (anders als die Steueridentifikationsnummer) und die Umsatzsteuer-ID für den Verkauf von Waren und Dienstleistungen außerhalb Deutschlands zu beantragen.

Fazit

  • Überprüfe jedes Jahr deinen steuerlichen Wohnsitz.
  • Kümmere dich von Anfang an um dein Papierkram, um dir späteres Kopfzerbrechen zu ersparen.
  • Spare ab der ersten Rechnung für deine Steuervorauszahlung.
  • Buchhalter können Gold wert sein, wenn du den richtigen für dich findest.
  • Deutschland <3 Regeln – befolge sie und alles wird gut.